Ohne Winterpause: Die Winterunkräuter

Die Tage werden immer kürzer und die Temperaturen gehen nun deutlich zurück. Durch die sinkenden Temperaturen verlangsamt sich das Wachstum in der Natur und die Pflanzen gehen so langsam über in den Winterschlaf. Es bricht die ruhige Zeit für den Gärtner an. Aber nicht alle Pflanzen halten Winterschlaf. Die Frühjahrsblüher bereiten sich unter der Oberfläche auf ihren Auftritt im Frühling vor. Sie bilden eine feine Wurzeldecke unter der Oberfläche. Doch die Frühjahrsblüher sind nicht die einzig Aktiven im Winter.

Winterunkräuter

Winterunkräuter sind besonders robuste und auch im Winter aktive Unkräuter. Sie sind unerwünschte Pflanzen, die sich auch in der kühlen Jahreszeit vermehren und weiterentwickeln.

Überlebenstricks der Unkräuter

Diese robusten Unkräuter haben verschiedene Arten entwickelt, um gut durch den Winter zu kommen. Im Spätsommer verstreut einjähriges Unkraut zum Beispiel seinen Samen, um dann im Frühjahr zu wachsen. Manche Unkräuter hingegen bilden unterirdische Ausläufer. Diese können auch einen harten Winter überstehen und dann im neuen Jahr im Garten wuchern. Es gibt auch Unkräuter, die schon bei niedrigen Temperaturen keimen und sich so schon wertvollen Platz sichern. Zu diesen gehört zum Beispiel die Vogelmiere.

Häufigste Winterunkräuter:

  • Giersch
  • Zaunwinde
  • Ackerwinde
  • Vogelmiere
  • Brennnesseln

Was kann man machen?

Damit du im Frühjahr keine böse Überraschung erlebst, solltest du den Spätherbst nutzen, um nochmal ordentlich im Garten aufräumen.  Der Boden ist jetzt meist locker und feucht und der Umstand erleichtert die Arbeit deutlich. Du kannst so die Unkräuter bis tief in den Boden entfernen.  Dabei solltest du dir wirklich die Mühe machen, auch das kleinste Wurzelstück zu entfernen, die Belohnung erhältst du im kommenden Frühjahr. Bist du im Herbst besonders gründlich, so hast du im Frühjahr weniger Arbeit und sorgst für genügend Platz für deinen anderen Pflanzen. Es ist auch nicht schlimm, wenn du dabei ein paar Blumenzwiebeln mit ausgräbst. Oft wirkt das neue Einpflanzen der Zwiebeln wie eine Verjüngungskur für die Zwiebeln.

Bekämpfung im Speziellen

Brennnessel: Sie bildet mit ihren Wurzeln direkte Ausläufer an der Oberfläche oder dicht darunter. Doch auch ein lang andauernder Winter mit frostigen Temperaturen kann den Wurzeln nichts anhaben. Am besten entfernst du sie, indem du mit Gartenhandschuhen an den Brennnesseln in Bodennähe mit Schwung  an der Brennnessel ziehst. Du entfernst so die Verwurzelungen bis zur Mutterpflanze. Diese musst du dann am Ende mit einem Spaten ausgraben.

Giersch: Er gehört zu den Unkräutern, die so manchen Gärtner gerne mal verzweifeln lässt. Der Giersch vermehrt sich sowohl über den Samen als auch über Unmengen an Ausläufern. Willst du Giersch im Garten völlig bekämpfen, musst du sehr viel Arbeit investieren. Bei diesem Unkraut hilft leider nichts anderes als die Wurzel komplett auszugraben.  Dabei sollte man den Giersch auf jeden Fall  in der Bio-Tonne und nicht auf dem Kompost entsorgen. Ansonsten hat man das Problem, dass er sich wieder über den Kompost im Garten einnistet.

Ackerwinde und Zaunwinde: Diese beiden Unkräuter sind aufgrund der tief liegenden Wurzeln äußerst schwierig zu entfernen. Die dünnen Triebe reißen sofort ab, wenn man an ihnen zieht.  Außerdem ist es sehr mühsam, die Winden nach dem Abreißen von den Gartenpflanzen zu lösen. Um sie zu bekämpfen, solltest du Sie einmal pro Saison mit einer Hacke auf Bodenhöhe abschlagen.  Wenn du die Schlingtriebe nicht von den andern Pflanzen ab pullen willst, kannst du sie auch einfach an der Pflanze dran und somit vertrocknen lassen. Die Schlingtriebe trocknen ein und fallen mit der Zeit von selbst ab.

Gerne beraten wir dich zur Bekämpfung deiner Unkräuter bei uns im Markt.